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Welterbe

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Abbildung: segovia.jpg

Segovia, Weltkulturerbe seit 1985

Welterbe, das von der UNESCO erfasste Weltkulturerbe und Weltnaturerbe, d. h. schützenswerte Kunst-, Kultur- und Naturdenkmäler gemäß der UNESCO-Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (1972).

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Kulturgut, nämlich bewegliches oder unbewegliches Gut, das für das kulturelle Erbe der Völker von großer Bedeutung ist, wird völkerrechtlich durch die Haager Konvention über Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten (1954) geschützt.

Auch unabhängig von gewaltsamen Auseinandersetzungen bedarf Kulturgut des Schutzes. Nach der Initiative der UNESCO zur Rettung der Tempel von Abu Simbel vor dem Untergang im Nasser-Stausee, die zu einer beispiellosen internationalen Rettungsaktion führte (1964–68), schuf die UNESCO die Konvention des Kultur- und Naturerbes der Welt von 1972, der auch Deutschland beigetreten ist. Darin verpflichten sich die teilnehmenden Staaten, das Welterbe ihres Gebietes zu erfassen und zu erhalten. Eine Unterorganisation der UNESCO, das World Heritage Committee mit Sitz in Paris, befindet über die Aufnahme in die Liste des Welterbes. Dies geschieht in der Regel auf Antrag des betreffenden Teilnehmerstaates. Die UNESCO verfügt aber über einen Fond, um selbst Erhaltungsmaßnahmen zu finanzieren. Eine Erweiterung der erfassten Kulturgüter erfolgte mit den Listen des Weltdokumentenerbes (1992) und der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit.

Deutschland ist auf der Liste der UNESCO derzeit mit 33 Welterbestätten vertreten:

Deutsche Welterbestätten

Objekt

Aufnahmedatum

Aachener Dom

1978

Speyerer Dom

1981

Würzburger Residenz

1981

Wallfahrtskirche "Die Wies"

1983

Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust (Brühl / Rhld.)

1984

Dom u. Michaelskirche/ (Hildesheim)

1985

Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier

1986

Lübeck

1987

Schlösser von Potsdam (Sanssouci) und Berlin

1990

Benediktinerabtei Lorsch

1991

Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar

1992

Bamberg

1993

Kloster Maulbronn

1993

Quedlinburg

1994

Völklinger Hütte

1994

Grube Messel

1995

Bauhaus in Weimar und Dessau

1996

Kölner Dom

1996 - von 2004-06: Eintrag in der Liste gefährdeten Welterbes

Luther-Gedenkstätten in Eisleben u. Wittenberg

1996

Klassisches Weimar

1998

Wartburg

1999

Berliner Museumsinsel

1999

Gartenreich Dessau-Wörlitz

2000

Klosterinsel Reichenau

2000

Zeche Zollverein

2001

Stralsund und Wismar

2002

Oberes Mittelrheintal

2002

Elbtal in Dresden

2004 - Titel 2009 aberkannt

Rathaus und Rolandsstatue in Bremen

2004

Muskauer Park

2004

Obergermanisch-rätischer Limes

2005

Altstadt von Regensburg

2006

Wohnsiedlungen der Berliner Moderne

2008

Wattenmeer der dt. Nordseeküste

2009

Weblinks

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