Wasser, chem. Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff (Diwasserstoffmonoxid, H2O), in großer Menge vorkommendes natürliches Lösungsmittel und Grundlage vieler Prozesse des Lebens auf der Erde. Im flüssigen Zustand geruch-, geschmacklos und durchsichtig. Die dampfförmige Form des Wassers heißt Wasserdampf; aufbereitetes Wasser für den menschlichen Genuss heißt Trinkwasser.
Molekularer Aufbau
Die H-O-H Verbindung bildet einen Winkel von 104,45º (räumlich gesehen einen Tetraeder in dessen Zentrum sich das O-Atom befindet und bei dem sich an zwei gegenüberliegenden Ecken einer Kante die H-Atome befinden). Die Elektronegativitätsdifferenz zw. der kovalenten Sauerstoff-Wasserstoff-Bindung beträgt 1,4 Einheiten und ist damit stark polarisiert. Das ist der Grund für zwischenmolekulare Wasserstoffbrückenbindungen, d. h. elektrostatische Anziehung zw. den Wassermolekülen. Es bilden sich daher im W. geordnete Gruppen von Molekülen aus, sog. Cluster. Die Cluster sind jedoch nicht stabil, Zerfall und Neubildung von Clustern bilden ein dynamisches Gleichgewicht. Die unsymmetrische Elektronenaffinität bezügl. der Bindungsachse ist Ursache für das starke Dipolmoment des Moleküls. Von allen Flüssigkeiten besitzt W. bei 20°C die größte Permittivitätszahl von 80,35. Für polare Verbindungen ist W. daher eines der besten Lösungsmittel.
Sonstiges
Die Aggregatszustandsübergänge zwischen fest/flüssig und flüssig/gasförmig bei einem Druck von 1013,25 hPa definieren die Celsius-Temperaturskala mit ihren Vergleichszuständen 0°C (Gefrierpunkt) bzw. 100°C (Siedepunkt).





