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Warren, John Robin

Artikel #3642, »Warren, John Robin«, geschrieben von: G. Schütte(Red.) (100 %)

Warren, John Robin (* 11. Juni 1937 in Adelaide, Australien), australischer Arzt und Pathologe, erhielt zusammen mit Barry Marshall 2005 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung des Bakteriums Helicobacter pylori und seine Rolle bei der Entstehung von Gastritis sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.

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W. studierte Medizin in Adelaide, von 1961 bis 1968 war er als Assistenzarzt in Woodville, Adelaide und Melbourne tätig. Seit 1968 bis zu seiner Pensionierung 1999 arbeitete W. als Pathologe am Royal Perth Hospital in Perth. 1979 beobachtete W. massenhaft spiralförmige Bakterien in gefärbten Präparaten von Gewebeproben, die aus der Magenschleimhaut Gastritis-kranker Patienten bei der Magenspiegelung entnommen wurden. Diese Bakterien wurden schon seit mehr als hundert Jahren beschrieben. Obwohl sie aus dem Magen stammten, konnte man sich nicht vorstellen, dass sie dort in dem stark sauren Milieu leben und sich vermehren konnten.

W. brauchte die Zusammenarbeit mit einem klinisch tätigen Kollegen, um seine Hypothese, dass die Gastritis und das folgende Geschwür Infektionskrankheiten sind, beweisen zu können. Besonders glücklich war das Zusammentreffen mit dem jungen Assistenten Marshall, der gerade ein Thema zur Forschung suchte. Gemeinsam konnten sie das Bakterium kultivieren und den Zusammenhang von Helicobacter pylori und Gastritis beweisen.

Warrens Frau Win, mit der er sechs Kinder hat, war die erste Patientin, die wegen eines Magengeschwürs mit Antibiotika erfolgreich behandelt wurde.

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