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Synthetismus

Artikel #9149, »Synthetismus«, geschrieben von: Josef Kandl (Red.) (100 %)

Abbildung: Gauguin2.jpg

Die Vision nach der Predigt, Paul Gauguin 1888

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Synthetismus oder synthetischer Symbolismus, bezeichnet eine Malweise des Postimpressionismus, die 1888 von Paul Gauguin und Emile Bernard in ihrer »Schule von Pont-Aven« entwickelt wurde und Elemente des Symbolismus mit der von ihnen kreierten Konturentechnik, dem Cloisonnismus, vereinigte. Das Bestreben war, mit klar definierten Farben, Formen und Linien im Kunstwerk eine Einheit, eine dekorative Synthese aus Idee, symbolischem Gehalt und subjektiver Wahrnehmung herzustellen. Als ein Schlüsselbild hierzu kann Gauguins Gemälde von 1888 »Vision nach der Predigt« oder »Der Kampf Jakobs mit dem Engel« angesehen werden. Realität und innere Erfahrung wird hier mit symbolischen Farben zu einer Vision gesteigert.

 

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