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Sinfonie

Artikel #7815, »Sinfonie«, geschrieben von: B. Brockhorst (Red.) (77 %) , J. Poseck (22 %)

Sinfonie (ältere Schreibweise: Symphonie, aus dem griech. σύνφωνή = Zusammenklang), ein großes Orchesterwerk in mehreren Sätzen; grundsätzlich ohne Solist und Chor - wovon im Verlauf der Entwicklung der Werkform aber abgewichen wurde. Die Sinfonie entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert aus der Sinfonia des Barock heraus, ursprünglich dreisätzig und der Tempovorgabe langsam-schnell-langsam folgend. In der Zeit der Wiener Klassik erhielt die Sinfonie eine viersätzige Struktur, bei der der Kopfsatz nach bestimmten, formalen Regeln konzipiert war. Die Komponisten der Romantik lösten sich nach und nach von der Gesetzmäßigkeit des kompositorischen Reglements (so z. B. durch Abweichung von der Anzahl der Sätze, durch Einflechtung außermusikalischer Inhalte mit musikalischen Mitteln).

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Eine parallele Werkform, die Sinfonische Dichtung entstand, ohne die Sinfonie als solche ersetzen oder gar ablösen zu können. Die Sinfonie grenzt sich bis heute von letzterer ab dadurch, dass sie stets aus mehreren Sätzen besteht. Aber auch das ist nicht immer zuverlässliches Indiz. Letztendlich prägt die Unterscheidung zwischen Sinfonie und Sinfonischer Dichtung häufig die weitläufige Anschauung bei der Musikkritik wie beim Publikum, es ist eine Frage des Sprachgebrauchs im Einzelfall.

 

 

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