Simmel, Georg (* 1. März 1858 in Berlin; † 28. Sept. 1918 in Straßburg), dt. Philosoph und Soziologe, Begründer der formalen Soziologie, neben Marx, Weber, Tönnies und Sombart einer der wichtigsten "klassischen" Sozialwissenschafter im dt. Raum. Wichtigen Einfluss hatte er insb. im Bereich der Stadt- und Konfliktsoziologie.
S. verfügte über eine umfassende geisteswissenschaftl. Bildung (Philosophie, Geschichte, Psychologie, Kunstgeschichte). Als reicher Erbe war er finanziell unabhängig, seine Frau Gertrud, die er 1890 heiratete, führte in ihrem Haus in Berlin Charlottenburg einen Salon, in dem u. a. Rilke, Husserl, die Lepsius, Rickert und die Webers verkehrten. Neben seinem ehelichen Sohn Hans Eugen (1891-1943) hatte er eine Tochter Angela (*1904) mit seiner Assistentin Gertrud Kantorowicz.
Literatur und Quellen
Primärliteratur
- Über sociale Differenzierung - 1890
- Die Probleme der Geschichtsphilosophie - 1892
- Einleitung in die Moralwissenschaft - 1892-93
- Philosophie des Geldes - 1900
- Brücke und Tor. Essays des Philosophischen zur Geschichte, Religion, Kunst und Gesellschaft. - 1903
- Die Religion. - 1906
- Soziologie - 1908
- Grundfragen der Soziologie - 1917
- Der Konflikt der modernen Kultur - 1918
Sekundärliteratur
- Jung, Werner: George Simmel zur Einführung. Junius, Hamburg, 1990. ISBN 3-885-068-605
- Moebius, Stephan: Simmel lesen. Moderne, dekonstruktive und postmoderne Lektüren der Soziologie von Georg Simmel. ibidem-Verlag, Stuttgart, 2002. ISBN 3-89821-210-6
Informationen im Internet
- http://www.digbib.org/Georg_Simmel_1858/ - Einige Originaltexte von Simmel
- http://agso.uni-graz.at/lexikon/klassiker/simmel/42bio.htm - Biografie und vollständige, kommentierte Bibliografie




