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Sieben Weltwunder

Artikel #1836, »Sieben Weltwunder«, geschrieben von: Ulrich Fuchs (Red.) (89 %) , Patrick-Emil Zörner (5 %) et al.

Sieben Weltwunder, Listung antiker Bau- und Kunstwerke, die zu ihrer Zeit als technische Meisterleistung galten, erstmals erwähnt ca. 140 v. Chr. in Epigrammen des Antipatros von Sidon (Anthologia Palatina 9, 58), bekannt geworden aber in einem spätantiken Text Peri ton hepta theamaton des 4. bis 6. nachchr. Jh., der (fälschlich) Philon von Byzanz als Autor zugeschrieben wurde. In dieser Aufzählung sind die S.W. die Cheopspyramide (Ägypten), die Hängenden Gärten der Semiramis (Babylon), der Tempel der Artemis (Ephesos), die Zeus-Statue von Phidias (Olympia), das Mausoleum von Halikarnassos, der Koloss von Rhodos und die Stadtmauern Babylons. Letztere wurden spätestens in der Renaissance durch den Pharos von Alexandria ersetzt, diese Aufzählung ist die heute allgemein als "sieben Weltwunder" bezeichnete Liste, die Erwähnung der Cheopspyramide wird heute meist auf alle drei großen Pyramiden von Giseh ausgedehnt, die einzigen der S.W., welche bis heute erhalten blieben.

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Obwohl die Liste der S.W. heute zum humanistischen Bildungskanon gehört, scheint ein solcher verbindl. Kanon in der Antike selbst nicht exisitiert zu haben. Sowohl bei Plinius d.Ä. (Naturalis historia 36, 75) und Ampelius (Liber memorialis, cap. 8) finden sich über die bekannten Wunder hinausgehende Bauwerke.

Lit.: Brodersen, K.: Die Sieben Weltwunder: Legendäre Kunst- und Bauwerke der Antike., C.H. Beck, München, 52001.

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