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Saudi-Arabien

Artikel #6748, »Saudi-Arabien«, geschrieben von: G. Schütte (99 %) , Josef Kandl (Red.) (0 %)

Soziales, kulturelles und politisches Alltagsleben

Parteien und Gewerkschaften sind verboten, ebenso Kino und Theater. Alle Medien sind zensiert. Zensiert wird auch das Internet, das seit 1999 verfügbar ist.

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Das öffentliche Leben ist stark von den sittlichen Forderungen des Islam geprägt: Religionspolizisten in Zivil wachen überall darüber. Auch Nicht-Muslime, wie z. B. westliche Besucher sind an den islamischen Verhaltenskodex gebunden.

So darf eine Frau nicht ohne ihren Ehemann oder einen nahen männlichen Verwandten das Haus verlassen. In der Öffentlichkeit muß sie einen schwarzen, knöchellangen weiten Umhang tragen und das Kopfhaar muss mit einem Tuch bedeckt sein. Vom Gebot der Gesichtsverschleierung wird in einigen Städten mittlerweile schon abgesehen.

Saudische Männer tragen häufig noch das lange weiße Gewand (Dischdascha) und das weiße oder karierte Kopftuch (Kuffiyeh), das von einer Kordel aus Kamelhaar zusammengehalten wird. Westliche Geschäftskleidung wird allgemein bei Männern akzeptiert, keinesfalls jedoch kurze Hosen o.ä..

Der Ausschank und der Verkauf von Alkohol sind streng verboten. Frauen dürfen Restaurants nur betreten, wenn der Kontakt mit Männern ausgeschlossen ist - das Restaurant z. B. eine eigne Familienzone für Frauen und Kinder eingerichtet hat. Frauen erhalten keinen PKW-Führerschein und dürfen nicht Auto fahren. Dies wird mit der sittlichen Gefährdung durch aufdringliche Männer begründet. Der Pilotenschein hingegen darf erworben werden, es gibt auch schon eine Reihe von Frauen in diesem Beruf.

Während der vorgeschriebenen fünf täglichen Gebete (Salat) herrscht allgemeine Arbeitsruhe, auch alle Geschäfte schließen während dieser Zeit.

 

 

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