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Rutschblock

Artikel #3467, »Rutschblock«, geschrieben von: Patrick-Emil Zörner (Red.) (100 %)

Rutschblock, Methode/Test zur Abschätzung der Lawinengefahr an Gebirgshängen. In Kombination mit einem Schneeprofil erhält man relativ verlässl. Aussagen über die Stabilität der Schneedecke.

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Ein Rutschblock wird von Bergsportlern in regelmäßigen Abständen, an verschiedenen Hängen, in typischen gegen Wetter (insb. Wind und Sonne) exponierten Lagen und an einer Stelle mit durschnittlicher Hangneigung erstellt, um kontinuierlich eine Aussage über die Lawinensituation im Gebiet machen zu können.

Mit einer Lawinenschaufel wird hierfür ein 2m langer und 1,5m breiter Schneeblock bis auf den Boden vorne (hangabwärts) und an den beiden Seiten ausgegraben, der stufenweise belastet wird. An der Vorderseite kann das Schneeprofil erstellt werden. An der Rückseite wird der Rutschblock mit einer Reepschnur abgeschnitten. Die Schneedeckenstabilität ist sehr schwach, wenn der R. sich beim Abschneiden mit der Reepschnur, beim Annähern von oben oder schon beim Graben löst. Danach wird der Block von einer durschnittlichen Person mit Skiern (bzw. dem im Hang verwendeten Sportgerät) betreten. Nach einer Weile wird leicht gewippt. Wenn der Block sich dabei löst, ist die Stabilität schwach. Schwache bis mäßige Stabilität ist gegeben, wenn sich der Block bei einzelnen Sprüngen löst, die zeitl. versetzt ausgeführt und immer schneller und intensiver werden. Als letzter Test wird ein Sprung von oben ohne Ski – nur in Skischuhen ausgeführt. Selbst wenn sich der Block löst, ist die Gefahr gering, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden.

 

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