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Ramadan

Artikel #13000, »Ramadan«, geschrieben von: Josef Kandl(Red.) (100 %)

Ramadan, der neunte Monat im islam. Kalender ist der Fastenmonat der Muslime. Das Fasten (Saum) ist eines der fünf Wesenselemente des Islam und fester Bestandteil musl. Pflichten, der sog. fünf Säulen des Islam. Die Fastenzeit erinnert an die Offenbarung des Koran an Mohammed. Einzelne Verhaltensweisen während der Fastenzeit sind im Koran, Sure 2, 183-187 niedergelegt. Da dem islam. Kalender das Mondjahr zugrunde liegt, verschiebt sich der Fastenmonat jährlich um 11 Tage rückwärts und wandert so durch die Jahreszeiten. Beendet wird der Ramadan mit dem feierlichen Fest des Fastenbrechens, dem türk. Zuckerfest.

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Der Beginn des Fastens wird am letzten Tag des vorhergehenden Monats (Scha’ban) durch Kanonenschüsse und Beleuchtung der Minarette verkündet, sobald zwei verlässliche Zeugen das Aufgehen der Mondsichel beobachtet haben. Sollte der Mond von Wolken bedeckt bleiben, so beginnt die Fastenperiode mit dem Ablauf des 30. Tages nach dem Beginn des Monats Scha’ban. Heutzutage werden exakter Beginn- und Endtemin der Fastenzeit durch die Medien bekannt gemacht.

Muslime, die alt, krank oder schwanger sind, die Kinder stillen oder sich länger als drei Tage auf Reisen befinden, sind vom Fasten befreit; müssen es aber baldmöglichst nachholen. Der Fasttag beginnt, »sobald man einen weißen Faden von einem schwarzen unterscheiden kann«, also geraume Zeit vor Sonnenaufgang und endet bei Sonnenuntergang. Vor Sonnenaufgang nimmt man einen kleinen Imbiss zu sich. Während des Tages bedeutet das Fasten den Verzicht auf Essen, Trinken, Rauchen, Einatmen von Wohlgerüchen und auf Geschlechtsverkehr. Jeder Bruch ist durch die Austeilung von Nahrungsmitteln an Arme zu sühnen. Zum reichlichen Abendessen sind i. d. R. Freunde, Verwandte und Gäste eingeladen.

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