Pseudonym (griech. aus ψεύδος [pséwdos], Lüge und όνομα [ónoma], Name), ein vom Träger selbst gewählter Name, der keine oder nur versteckt Rückschlüsse auf die Identität der dahinterstehenden Person zulässt, der aber anders als das Alias nur in bestimmten Situationen (bspw. im Rahmen der Veröffentlichung eines Buches) geführt wird.
Das Pseudonym ist in der Kunst wie der Literatur anzutreffen; soweit der Träger seine Identität nicht zu verbergen beabsichtigt, lässt es sich mit seinem Künstlernamen gleichsetzen. Mit dem Pseudonym verbunden sind in diesem Zusammenhang Urheberschutzrechte; mit § 10 UrhG wird die Urheberschaft einer unter Pseudonym veröffentlichenden Person an einem Werk bis zum Beweis des Gegenteils vermutet.
Im Bereich der modernen Kommunikationsmittel, insbesondere im Internet, (Internetforen, Weblogs, Web 2.0) ist das Pseudonym indessen oft Mittel zur Verschleierung der wahren Identität, denn indem sich der Nutzer einen Nickname (Spitznamen) gibt, unter welchem man ihn dauerhaft ansprechen kann, spiegelt er eine Identität vor, die mit der tatsächlichen nicht unbedingt etwas gemein haben muss.
Das Pseudonym unterscheidet sich durch eine Reihe von Spielarten, so gibt es das Ananym, bei dem der wahre Name rückwärts eingeflossen ist (Bsp.: C. W. Ceram aus Kurt Wilhelm Marek) oder das Kryptonym, bei dem nur Teile des Namens verwendet werden (Bsp.: -ky für Horst Bosetzky).