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Presspassung

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Abbildung: Radnabe01.jpg

Presspassung einer Nabe eines Lokomotivrades auf seiner Achse, hier zusätzlich mit einer Passfeder gesichert

Presspassung, auch Pressverbindung oder Pressverband, eine ausschließlich auf Reibung basierende Welle-Nabe-Verbindung. Bei einer Presspassung erhält entweder der zylindrische Wellenzapfen ein geringfügiges Übermaß oder die Bohrung der zugehörigen Nabe ein geringfügiges Untermaß. Die beiden Teile werden dann mit Hilfe einer axial wirkenden Kraft (bspw. Schläge mit dem Hammer oder in einer Presse) zusammengefügt.

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Bei großen Maßdifferenzen von Welle und Nabe kann es sinnvoll sein, die Nabe durch Erwärmung auf bis zu 300 °C temporär aufzuweiten, die Welle in die Nabenbohrung zu schieben und die Nabe anschließend wieder abkühlen zu lassen. Bei sehr großen Differenzen kann die Welle zusätzlich durch Einlegen in flüssigen Stickstoff bei -200 °C temporär geschrumpft werden.

Presspassungen sind sehr effiziente Wellen-Nabenverbindungen, bei entsprechender Auslegung können sehr große Drehmomente übertragen werden. Nachteilig kann allerdings die Tatsache sein, dass einmal gefügte Teile nur sehr schwer wieder voneinander zu trennen sind. In Ausnahmefällen (häufig an Werkzeugmaschinen) werden Presspassungen in Form von kegelförmigen Wellenzapfen und Naben ausgeführt; solche Presspassungen lassen sich trotz hoher Reibung leich von einander trennen.

Literatur

  • Grote, Karl-Heinrich, Feldhusen, Jörg (Hgg.): Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau, Springer-Verlag, 21. Auflage, Kapitel G (Konstruktionselemente), Seite G29ff, ISBN 3-540-22142-5

Normen

  • DIN 7190: Pressverbände - Berechnungsgrundlagen und Gestaltungsregeln

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