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Pointillismus

Artikel #8707, »Pointillismus«, geschrieben von: A Bickel (65 %) , B. Brockhorst (Red.) (28 %) , Josef Kandl (5 %)

Abbildung: Pointillism.jpg

C. Pissarro: Sonnenuntergang m. Nebel (unten: Detail v. linken Bildrand)

Pointillismus (v. frz. point, Punkt), Stil in der Kunstmalerei, bei dem Punkte aus reinen Farben (Rot, Grün, Blau und ihre Komplementärfarben) ähnlich Mosaiksteinchen eng nebeneinander auf der Leinwand aufgebracht werden. Aus einer gewissen Entfernung erscheinen sie dem Betrachter als flirrende Flächen aus Mischfarben; insofern handelt es sich um eine Weiterentwicklung der impressionistischen Malerei.

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Der Pointillismus, auch als Divisionismus bekannt, wurde Ende der 1880er Jahre von Georges Seurat auf Basis der Theorie der chromatischen Lichtkreise des franz. Chemikers Michel-Eugène Chevreul entwickelt. Nach dessen Erkenntnissen werden Farben im Auge des Menschen als Licht von unterschiedlicher Wellenlänge wahrgenommen und erst auf der Netzhaut des Betrachters zum Farbton verschmolzen. Den Malern des Pointillismus war zudem bekannt, dass Farben besonders intensiv wirken, wenn sie sich von einer auf dem Bild benachbarten Farbe krass absetzen. Statt also die Farben auf der Palette zu mischen setzten die Maler des Pointillismus die reinen Farben Punkt für Punkt nebeneinander und erzielten damit erstaunliche Farb- und Lichteffekte. Seurat nannte die Technik deshalb »optische Malerei«.

Der Pointillismus hatte seine Blütezeit zwischen 1890 und 1910. Die wichtigsten Vertreter dieser Stilrichtung waren neben Georges Seurat die Maler Paul Signac, Théo van Rysselberghe, Henri Edmond Cross sowie einige Zeit lang auch Camille Pissarro. Besonders Seurat und Signac wandten sich dabei von der für den Impressionismus typischen unscharfen Malweise ab und setzten deutlich abgegrenzte Flächen voneinander ab. Sie leiteten damit zu Formen des Jugendstils über.

 

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