Longchamp, Pferderennbahn im Bois de Boulogne im Arr. XVI von Paris, wichtigste Rennbahn der frz. Hauptstadt für Flachrennen.
Rennen in Longchamp von Edouard Manet
Das an der Seine gelegene Hippodrom ist 57ha gross, die Rennbahnen selbst umfassen etwa 17ha, darunter eine lange (2.75km), eine mittlere (2.5km), eine "neue" (1.4km), eine "kleine" (2.15km) und eine "Gerade" (1km). 46 Startpunkte sind für Rennen über 1000 bis 4000 vorgesehen. Die Stallungen bieten Platz für 90 Pferde gleichzeitig. 7000 Tribünenplätze und insg. 50000 Plätze sind für das Publikum vorgesehen.
Die wichtigsten hier stattfindenden Rennen sind die "Galoppsonntage" (Dimanches du Galop) im Mai, der Prix Ganay, das Gainsborough Poule d'Essai (für Jährlinge), der Juddmonte Grand Prix de Paris, der Prix Vermeille im September sowie der Prix de l'Arc de Triomphe im Oktober, das wichtigste internationale Galopprennen Frankreichs.
Das erste offizielle Pferderennen im Bois de Boulogne wurde am 15. Mai 1651 unter der Ägide des Dauphins Ludwig (dem späteren Ludwig XIV.) abgehalten. Das heutige Hippodrom wurde 1857 auf den Mauern der bei der frz. Revolution zerstörten Abtei Longchamp errichtet, am Eröffnungsrennen am 27. April 1857 waren Napoléon III. und Kaiserin Eugénie anwesend, und sahen von ihrem Schiff aus zu. Noch bis 1930 fanden sich die adeligen Zuschauer in Booten ein, um die Rennen von der Seine aus zu geniessen.





