Gauguin Paul (* 7. Juni 1848 in Paris; † 8. Mai 1903 in Atuona auf der Marquesasinsel Hiva Oa, Polynesien), frz. Maler, Bildschnitzer und Graphiker des Impressionismus und Postimpressionismus der bes. durch seine in expressiver Farbigkeit gemalten Südseebilder bekannt wurde.
Gauguin begann als impressionist. Maler und wechselte um 1886 seinen Stil. Beeinflusst von jap. Farbholzschnitten und von der Kunst der Primitiven begründete er zusammen mit Emile Bernard in der Bretagne die Schule von Pont-Aven und entwickelte den synthetischen oder frz. Symbolismus. In diesem Stil, der durch vereinfachende Darstellung, strenge Komposition und durch leuchtende, betont konturierte und dekorative Farbflächen charakterisiert ist, verband er den Symbolismus mit dem von ihm kreierten Cloisonnismus. In klar definierten Farben, Formen und Linien wurden subjektive Wahrnehmungen und Ideen symbolhaft im Bild zusammengeführt. Mit seinem Werk, zuweilen auch als »Primitivismus« apostrophiert, beeinflusste Paul Gauguin die Künstlergruppe der Nabis und gilt zusammen mit Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Edvard Munch als Vorbereiter des Fauvismus und Expressionismus und als einer der Gründerväter der modernen Malerei des 20. Jh. schlechthin.
