Norm, durch hierzu eingerichtete Gremien geschaffene Regeln (Standards), die für die Definition technischer Systeme zur Verfügung stehen. Normen dienen insbesonders der Interoperabilität technischer Systeme, ihrer besseren Vergleichbarkeit bspw. bei Beschaffungsvorgängen, zur Vermeidung überflüssiger Neu- bzw. Eigenentwicklungen sowie als Garant dafür, dass Sicherheitsüberlegungen ausreichende Berücksichtigung finden. Wichtigstes internat. Normgremium sind die International Organization for Standardization (ISO) sowie die International Electrotechnical Commission. Als zentrale europ. Normgremium fungieren Comité Européen de Normalisation (CEN) und Comité Européen de Normalisation Electrotechnique (CENELEC). In Dtl. nimmt das per Vertrag mit der Bundesrepublik bestätigte, vereinsrechtl. organisierte Deutsche Institut für Normung (DIN) sowie die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DKE) die zentrale Position im Normwesen ein. Daneben existieren eine Vielzahl weiterer Normgremien mit spezifischem Branchenfokus (bspw. der VDA im Bereich der Automobilindustrie), viele Unternehmen verfügen darüber hinaus über eigene Normstellen, die interne Normen erarbeiten.
DIN EN 45020 definiert eine Norm als »Dokument, das mit Konsens erstellt und von einer anerkannten Institution angenommen wurde und das für die allgemeine und wiederkehrende Anwendung Regeln, Leitlinien oder Merkmale für die Tätigkeiten oder deren Ergebnis festlegt, wobei ein optimaler Ordnungsgrad in einem gegebenen Zusammenhang angestrebt wird.«