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Museumsinsel ((Berlin))

Artikel #4839, »Museumsinsel ((Berlin))«, geschrieben von: G. Schütte (93 %) , B. Brockhorst (Red.) (4 %) et al.

Abbildung: Karte_berlin_museumsinsel.png

Lageplan der Museumsinsel

Museumsinsel, der nördliche Teil der Spreeinsel in der Mitte Berlins. Hier liegen fünf zwischen 1830 und 1930 erbaute Museen mit archäologischen Objekten sowie der bildenden Kunst des 19. Jhdts.. Seit 1999 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Das Alte Museum (anfangs Königliches Museum genannt) wurde nach Plänen von Friedrich Karl Schinkel im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelms III. erbaut und 1830 fertiggestellt. Es beherbergt heute einen Teil der Antikensammlung mit Kunst- und Kulturobjekten des antiken Griechenlands. Seit Aug. 2005 ist hier auch die Sammlung des Ägyptischen Museums mit der weltberühmten Büste der Nofretete untergebracht.

1855 wurde das Ensemble um das Neue Museum erweitert, Architekt war der Schinkelschüler Friedrich August Stüler. Mit dem Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Museums wurde erst 1986 begonnen, er soll 2009 abgeschlossen sein.

Stüler entwarf auch die Alte Nationalgalerie (1876 bezogen), in der heute Gemälde und Skulpuren des 19. Jahrhunderts ausgestellt werden. Hier hängen viele repräsentative Gemälde der Romantik (u. a. von Caspar David Friedrich), des Klassizismus (z. B. Karl Friedrich Schinkel), des französ. Impressionismus (u. a. Édouard Manet und Claude Monet) aber auch der Moderne mit Bildern von Adolph von Menzel und Max Liebermann.

Das Kaiser-Friedrich-Museum wurde 1904 eröffnet und 1956 nach seinem ersten Direktor in Bodemuseum umbenannt. Nach gründlicher Renovierung wird es am 19. und 20. Okt. 2006 mit zwei Tagen der offenen Tür wieder eröffnet werden und sein Münzkabinett, die Skulpturensammlung und die Sammlung des Museums für Byzantinische Kunst der Öffentlichkeit präsentieren.

1930 konnten nach 20jähriger Bauzeit die Besucher im Pergamonmuseum die dort ausgestellten archäologischen Monumentalbauten bewundern. Der Pergamonaltar, das Markttor von Milet, das Ischtar-Tor mit der Prozessionsstraße von Babylon und die Mschatta-Fassade brachten das Museum zu Weltruhm.

Für die Entwicklung und Sanierung der Museumsinsel wurde 1999 ein sog. Masterplan beschlossen, der u. a. den Neubau eines zentralen Eingangsgebäudes sowie eines Rundgangs, der Archäologischen Promenade vorsieht, der zu allen Höhepunkten der archäologischen Ausstellungen führen soll.

Weblinks

 

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