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Mozart, Wolfgang Amadeus

Artikel #2024, »Mozart, Wolfgang Amadeus«, geschrieben von: B. Brockhorst (Red.) (98 %) et al.

Erfolgreiches Duo

Mozarts Konkurrent in der Musikszene, Antonio Salieri, hatte einen italienischen Theaterdichter unter Vertrag, dessen Libretti als erfolgversprechend gehandelt wurden: Emmanuele Conegliano, der seit seinem Übertritt vom jüdischen Glauben zum Katholizismus Lorenzo Da Ponte hieß. Da Ponte versprach dem nach einem geeigneten Stoff suchenden Mozart einen Opertext. Schon bald machte er ihn auf eine Komödie aufmerksam, die in Frankreich viel Wirbel verursacht hatte: "Die Hochzeit des Figaro".

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Die provokante Komödie von Pierre-Augustin Caron Beaumarchais war in Frankreich wie auch im Ausland zeitweise von der Zensur bedroht. Mozart war von dem Stück sehr angetan. Da Ponte schrieb ihm das Libretto und trat obrigkeitlichen Bedenken damit entgegen, er habe die Anstößigkeiten des Ursprungstextes getilgt (was nicht ganz der Wahrheit entsprach). Am 1. Mai 1786 am Wiener Burgtheater uraufgeführt war "Le nozze di Figaro" ein großer Erfolg, der über Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Mozart erhielt eine Einladung nach Prag, am 8. Januar 1787 brach er mit seiner Frau und seinem Sohn auf. In Prag anerkannt zu sein, bereitete ihm große Freude, in einem Brief an seinen Freund Jacquin berichtete er:

"(...) denn hier wird von nichts gesprochen als vom - figaro; nichts gespielt, geblasen, gesungen und gepfiffen als - figaro: keine Opera besucht als - figaro und Ewig figaro, gewis grosse Ehre für mich. (...)"

Nach Wien zurückgekehrt war er voller Tatendrang für eine weitere Oper; Da Ponte versprach, ein weiteres Libretto zu verfassen, der Stoff: "Don Giovanni". Uraufgeführt werden sollte die Oper in Prag; am 1. Oktober 1787 reiste Mozart dorthin, um mit den Sängerinnen und Sängern zu proben, Da Ponte kümmerte sich um die szenische Einstudierung vor Ort. Am 29. Oktober 1787 im Gräflich Nostitzschen Nationaltheater in Prag uraufgeführt wurde auch dieses Werk mit großem Beifall aufgenommen. Die Erstaufführung in Wien fand auf Geheiß Kaiser Josef II. im k. k. National-Hoftheater am 7. Mai 1788 statt, sie war weniger erfolgreich als in Prag.

Obwohl Da Ponte neben Mozart noch für zwei weitere Komponisten schrieb (seinen Memoiren zufolge teilte er sich den Tag so ein, dass er morgens für Vicente Martín y Soler, abends für Salieri und nachts für Mozart dichtete), ließ er sich vom Erfolg des "Don Giovanni" mittragen und lieferte ein weiteres Mal den Text für einen Opernstoff: Das Libretto für "Così fan tutte". Uraufgeführt am 26. Januar 1790 kam das Stück jedoch nicht recht an. Der Inhalt wurde als obszön gebranntmarkt, Mozart musste sich den Vorwurf gefallen lassen, sein Talent vergeudet zu haben.

 

 

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