Morimond, (abgewandelt vom urspr. Moiremont in mori mundo »der Welt absterben«) Ort bei Fresnoy-en-Bassigny, Frankreich. Die Einsiedelei (Eremit Johannes) im Bistum Langres wurde von Udalrich von Agremont und seiner Gemahlin Adeline für ein Kloster gestiftet. 1115 gründete der dritte Abt des Zisterzienser-Reformklosters Citeaux, Stephen Harding, hier seine vierte sog. »Primärabtei«. Erster Abt des Klosters wurde Arnold aus Köln der zu der Mönchsgruppe um Bernhard von Clairvaux gehörte.
Bekannteste Persönlichkeit in Morimond war der 1132 in das Kloster eingetretene und 1138 zum Abt gewählte Geschichtsschreiber und Bischof Otto von Freising. Morimond wurde während der frz. Religionskriege 1572 und während des Dreißigjährigen Krieges 1636 zerstört. 1791 wurde das Kloster aufgegeben und ist seither verfallen.
Literatur
- Eberl, Immo: Die Zisterzienser. Geschichte eines europäischen Ordens, 1. Auflage Thorbecke Stuttgart 2002. ISBN 3-7995-0103-7




