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Lungenentzündung

Artikel #1559, »Lungenentzündung«, geschrieben von: G. Schütte (Red.) (99 %) et al.

Lungenentzündung (med.: Pneumonie), eine Entzündung des Lungengewebes, verursacht meist durch Bakterien, seltener durch Viren , noch seltener durch Pilze.

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Die L. ist die häufigste tödl. Infektionskrankheit in den Industrieländern. Die Sterblichkeit liegt bei jungen, gesunden Menschen nach Einführung der Antibiotikatherapie unter 0,5%, bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen erhebl. höher (30 % und mehr).

Die Einteilung erfolgt nach den bestehenden Vorerkrankungen (primär: keine Vorerkr., sekundär: z. B. chronische Herz- oder Lungererkr., opportunistische L.: starke Schwächung des Imunsystems), nach dem Infektionsort (nosokomial: im Krankenhaus, ambulant: zu Hause erworben) , nach dem Röntgenbild (Lobärpneumonie: ein Lungenlappen ist befallen, Bronchopneumonie: diffuser Befall, Pleuropneumonie: Lungen- und Rippenfell sind mit befallen), nach dem Verlauf (akut oder chronisch) und nach der Symptomatik (typisch oder atypisch).

Die häufigsten Erreger (mehr als 50 %) bei der primären, typischen Pneumonie sind Pneumokokken (syn.: Streptococcus pneumoniae), bei der sekundären Pneumonie treten Haemophilus influenzae, Klebsiellen, Staphylokokken u. a. als Erreger hinzu. Die durch Pneumocystis carinii verursachte L. ist eine der häufigsten Todesursachen bei an AIDS erkrankten Patienten und typisches Beispiel einer opportunistischen L. Legionellen vermehren sich in warmem Wasser (Klimanlagen, Duschen) und haben wiederholt zu lokalen Epidemien von L. geführt.

Die atypische Pneumonie wird oft durch Viren und Mykoplasmen (intrazellulär lebenden Bakterien) hervorgerufen. Die Symptome der L. bestehen aus Fieber, Luftnot und Schmerzen im Brustkorb. Oft, aber nicht immer, kommt es zu Husten mit oder ohne Auswurf. Die typische L. beginnt eher schlagartig mit Schüttelfrost und hohem Fieber, die atypische L. schleichend mit grippeähnlichen Symptomen.

Die Diagnose wird durch klinische Untersuchung (Auskultation) und das Röntgenbild des Brustkorbs gestellt. Die L. wird behandelt mit Ruhe, Gabe von Flüssigkeit, fiebersenkenden Mitteln, und je nach Erreger mit Antibiotika. Impfungen gegen Pneumokokken, Virusgrippe und Haemophilus influenzae können einer L. vorbeugen und werden gefährdeten Bevölkerungsgruppen öffentlich empfohlen.

 

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