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Liebigkühler

Artikel #3711, »Liebigkühler«, geschrieben von: C. Strecker (97 %) , Patrick-Emil Zörner (Red.) (2 %)

Liebigkühler, Liebig-Kühler, Kühler.

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Geschichte

Christian Ehrenfried Weigel entwickelte den L. 1771. Er beschrieb den Kühler aus Blech in seiner Dissertation Observationes chemicae et mineralogicae, 1772 beschrieb er den Kühler auch aus Glas aufgebaut. Unabhängig davon entwickelten zwei weitere Chemiker den L.: 1779 P. J. Poisonnier und 1791 Johan Gadolin. Johann Göttling verbesserte den L. 1794, ebenso Justus von Liebig 1843, nachdem der L. auch benannt ist.

Aufbau und Anwendung

Abbildung: Liebig-Kuehler.png

Liebig-Kühler

Der L. besteht aus Glas (s. Bild rechts). Es ist ein Außenkühler: Das Gas läuft durch den inneren Mantel und wird vom Kühlmittel gekühlt, das durch den äußeren Mantel läuft. Kühlmittel ist hierbei üblicherweise Wasser, man lässt es vom unteren Eingang zum oberen Ausgang laufen. Der L. wird in einem Temperaturbereich von ca. 50–140°C eingesetzt.

Der L. kann als Produktkühler und Rückflusskühler benutzt werden: Als Produktkühler wird er so aufgebaut, dass der innere Mantel leicht schräg nach unten zeigt (siehe Bild), sodass das Kondensat durch die Erdanziehungskraft in die Auffangflasche ablaufen kann. Als Rückflusskühler wird er so aufgebaut das der innere Mantel senkrecht zum Boden steht. Hier bietet er im Vergleich zu anderen Kühler den Vorteil, dass die Flüssigkeit ungehindert in die Vorlage zurückfließen kann. Die Kühlfläche ist im Vergleich zu anderen Kühlern aber nur Mittelmaß.

Literatur

  • Weigel, C. E.: Observationes chemicae et mineralogicae. 1771
  • Jensen, William B.: The Origin of the Liebig Condenser. In Journal of Chemical Education, 2006, Ausgabe 83, S. 24

 

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