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Haydn, Joseph

Artikel #2560, »Haydn, Joseph«, geschrieben von: B. Brockhorst (97 %) , Maik Wahl(Red.) (2 %) et al.

Abbildung: Haydn.jpg

Joseph Haydn, Gemälde von Thomas Hardy 1792

Haydn, Joseph, (* 31. März 1732 in Rohrau / Niederösterreich, † 31. Mai 1809 in Wien), Komponist und Kapellmeister. Er ist neben Mozart und Beethoven Hauptrepräsentant der Wiener Klassik.

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In den Jahren 1796/97 vertonte er das von Lorenz Leopold Haschka geschriebene Gedicht ›Gott! erhalte Franz den Kaiser!‹, dessen Melodie (auf dem Text: ›Einigkeit und Recht und Freiheit‹) heute die der Deutschen Nationalhymne ist.

Haydn gehört zum einzigen Vertreter der Wiener Klassik, der durch eine permanente Bindung an ein adliges Haus (dem Geschlecht der Esterházys) über ein sicheres Einkommen verfügte. Es machte ihn einerseits unfrei - und doch auf eigenartige Weise zugleich unabhängig, wie einige seiner kompositorischen Eskapaden erweisen. Dennoch: Er gehorchte, lieferte das Gewünschte und führte darüber chronologisch Buch, um Rechenschaft darüber ablegen zu können.

1957 katalogisierte Anthony van Hoboken die zahlreichen Werke Haydnes erstmals nach ihrem Genre (Hoboken-Verzeichnis), ansonsten wäre alles aufgrund der Fülle des Schaffens in Unübersichtlichkeit untergegangen.

Über keinen anderen Komponisten gibt es so viele Anekdoten wie über Haydn. Einigen wird er selbst Vorschub geleistet haben; seinen zwei Biographen, die ihm zu seinen Lebzeiten jedes Wort von den Lippen lauschten, hat er wohl die eine oder andere Geschichte erzählt, das Augenzwinkern ist unübersehbar. Sein Humor brach sich verschiedentlich auch in der Musik Bahn, beispielhaft hierfür stehen die Abschiedssinfonie‹ sowie die Sinfonie mit dem Paukenschlag‹.

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