Japan (jap. 日本国, Nihon/Nippon-Koku), ostasiat. Inselstaat im Pazifik. Die Inselkette mit den Hauptinseln Honshū (zentrale und größte), Hokkaidō (Nord), Kyūshū (Süd) und Shikoku (Süd) ist eine Parlamentarisch-demokratische Monarchie mit der Hauptstadt Tōkyō. Auf einer Fläche von ~380000 km² leben 127,42 Mio. EW (2005), Landeswährung ist der japan. Yen.
Japan, das sich im 17. und 18. Jh fast vollständig von der Außenwelt abgeschottet hatte und eine - bis heute sichtbare - stark an Familienstrukturen und persönl. Abhängigkeitsverhältnissen ausgerichtete Weise der sozialen Organisation entwickelte, erlebte im späten 19. Jh. eine Umwandlung nach westl. Vorbild. Diese führte jedoch zu starkem Nationalismus, in eine Militärherrschaft und schließl. in den Zweiten Weltkrieg, den Japan im pazif. Raum gegen die USA mit einem Angriff auf den US-amerikan. Stützpunkt Pearl Harbour begann. Die aus dem US-amerikan. Abwurf zweier Atombomben auf Hiroshima (6. August 1945) und Nagasaki (9. August 1945) resultierende endgültige Kriegsniederlage Japans und die verheerenden Folgen der Atombombenabwürfe für die Bevölkerung der betroffenen Städte prägte in der Nachkriegszeit ein dem Pazifismus verpflichtetes Land, das sich bis zu Beginn der 1980er Jahre zu einer der wichtigsten Industrienationen entwickelte. Insbesondere auf dem Gebiet der Mikroelektronik ist das rohstoffarme Japan mit den USA Technologieführer. Nach einer durch massive Spekulationen entandenen schweren Wirtschaftskrise zu Beginn der 1990er Jahre ist das Land nach wirtschaftl. und polit. Reformen zu Beginn des Jahrtausends wieder auf Wachstumskurs.
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