Islam (von arab.:إسل ا [islām] - Hingabe, Unterwerfung), nach dem Christentum mit rund 1,2 Milliarden Gläubigen (Muslime oder Muslims) die zahlenmäßig zweitgrößte Weltreligion. Der Islam wurde Anfang des 7. Jahrhunderts vom Propheten Mohammed in Medina (heute in Saudi-Arabien) begründet. Gott (Allah) offenbarte nach dem Glauben der Muslime seinen Willen den Propheten der Juden und der Christen, diese hätten aber seine Botschaft verfälscht. Mohammed ist der letzte der Propheten, ihm werde bis zum Jüngsten Gericht kein weiterer folgen. Die Offenbarungen Gottes an Mohammed wurden nach seinem Tod im Koran schriftlich festgehalten. Der Islam befolgt einen strikten Monotheismus; er lehnt auch die göttliche Natur eines Propheten wie Jesus (Für den Islam ist Jesus ein Prophet; vgl. Jesus Christus) ab. Zum Muslim wird, wer das Glaubensbekenntnis vor muslimischen Zeugen in arabischer Sprache ausspricht. Muslime beachten die fünf Säulen des Islam: Das Glaubensbekenntnis (Schahada) an den einen Gott, das täglich fünfmalige Gebet (Salat), die Almosenabgabe (Zakat), das Fasten während des Fastenmonats Ramadan (Saum) und die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch). Glücksspiel, außerehelicher Geschlechtsverkehr, berauschende Substanzen und der Genuss von Blut, Aas und Schweinefleisch sind dem Muslim verboten. 90 % der Muslims zählen zur Richtung der Sunniten, 10 % rechnen sich zu den Schiiten, die nur im Schwiegersohn und Neffen des Propheten, Ali ibn Abi Talib, und seinen Nachkommen die rechtmäßigen Nachfolger Mohammeds als Leiter der Gemeinschaft der Gläubigen (Umma) sehen.