Holocaust, Bezeichnung für den in den Jahren 1939-45 durchgeführten systematischen Völkermord an ca. sechs Millionen Menschen in den unter der Nationalsozialistische Diktatur errichteten Konzentrations- und Vernichtungslagern. Zu den Opfern gehörten mehrheitlich die europäischen Juden (-> Schoa), aber auch Angehörige anderer Gruppen, die von den Nazionalsozialisten als "minderwertig" oder als unerwünscht eingestuft wurden (Sinti und Roma, andere ethnische oder religiöse Minderheiten, Homosexuelle, Kriegsgefangene, Menschen mit Behinderungen, politische Gegner), fielen der kollektiven Ermordung zum Opfer.
Der Begriff Holocaust ist abgeleitet aus dem Griechischen: holókauton (= „vollständiges Brandopfer“). Im angelsächsischen Raum schon nach dem Krieg verbreitet, wurde er in der Bundesrepublik Deutschland erst ab 1979 mit der Ausstrahlung des US-amerikanischen Fernsehfilms „Holocaust“ gebräuchlich.