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Hitler, Adolf

Artikel #4191, »Hitler, Adolf«, geschrieben von: G. Schütte (97 %) , B. Brockhorst (Red.) (2 %) et al.

Hitlers Aufstieg

Am 26.Febr. 1925 wurde die NSDAP bereits wieder gegründet. Hitler baute seine Führungsposition weiter aus, durfte aber bis Ende 1927 keine öffentlichen Reden halten. Er war mittlerweile zum Berufspolitiker geworden und bezog aus dieser Stellung seit seiner Haftentlassung ein regelmäßiges Einkommen, das noch durch die Einkünfte aus journalistischer Tätigkeit für nationalistische Zeitungen aufgebessert wurde.

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Zusammen mit seiner Halbschwester Angela Rauball und ihren beiden Töchtern verbrachte er auch damals schon viel Zeit auf dem Obersalzberg bei Berchtesgarden. In eine der beiden Töchter, Geli (Angelika), soll sich der Onkel verliebt haben. Geli beging 1931 Selbstmord. Ob es wirklich Selbstmord war und ob dieser etwas mit der Beziehung zu ihrem Onkel zu tun hatte, blieb letztlich ungeklärt.

Hitler war anfangs untröstlich, verliebte sich aber schon bald wieder in Eva Braun, eine Münchener Verkäuferin mit nahezu unbegrenzter Loyalität zu ihrem Führer und Geliebten. Eine Heirat kam für H. vorerst nicht in Frage, er befürchtete, dies werde seine Karriere behindern.

Die Mitgliederzahl der NSDAP wuchs nur langsam; 1928 konnte sie in der Reichtagswahl nur 2,8 % der Stimmen verbuchen. Der Grund war zum einen die wirtschaftliche Stabilität der Jahre 1924 bis 1928, zum anderen kam die Demokratie auch dadurch zu neuem Ansehen, dass die demokratischen Politiker erhebliche Minderungen der unsinnig hohen Reparationszahlungen erreichten.

Die Situation änderte sich dramatisch mit der Weltwirtschaftskrise 1929. H. und der deutschnationale "Pressezar" Alfred Hugenberg kamen sich näher: NSDAP und Deutschnationale Volkspartei (DNVP) veranstalteten 1929 ein gemeinsames Volksbegehren gegen den Young-Plan, der eine endgültige und für Deutschland nicht einmal ungünstige Regelung der Reparationsfrage vorsah. Das Volksbegehren scheiterte, aber H. wurde allen Deutschen bekannt. Durch die Zusammenarbeit mit Hugenberg hatte er eine gewisse Reputation auch in den vermögenden Kreisen der Industriellen und des Geldadels erreicht, die Parteispenden flossen nun reichlicher. Die Unterstützung durch die Hugenbergschen Presserzeugnisse kamen hinzu. Am 14. Sept. 1930 errang die NSDAP bereits 18,2 % der Stimmen bei den Wahlen zum Reichstag.

Die Harzburger Front zwischen NSDAP, DNVP und weiteren rechtsgerichteten Gruppen war ein weiterer Schritt, Hitlers Ansehen zu steigern.

Bei den Wahlen zum Reichspräsidenten im März 1932 unterlag er zwar dem Amtsinhaber Paul von Hindenburg. Hitler, der erst im Feb. 1932 deutscher Staatsbürger und damit wählbar geworden war, errang aber mit 30 und 36 % der Stimmen im ersten und zweiten Wahlgang ein beachtliches Ergebnis.

Am 31. Juli 1932 wurde die NSDAP bei den Reichtagswahlen mit 37,4 % zur stärksten Fraktion. H. wollte sich nur als Kanzler an der Regierung beteiligen, da dies nicht erreichbar war, blieb seine Partei in der Opposition. Bei den nächsten Wahlen am 6 Nov. 1932 verlor die NSDAP 4 %, blieb aber stärkste Fraktion.

Am 30. Jan. 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Hitler auf Betreiben des bisherigen Kanzlers Franz von Papen zum neuen Reichskanzler.

 

 

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