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Hertz, Heinrich

Artikel #11388, »Hertz, Heinrich«, geschrieben von: Christian Wolff (91 %) , B. Brockhorst(Red.) (8 %)

Abbildung: HeinrichHertz01.jpg

Heinrich Hertz

Hertz, Heinrich Rudolf (* 22. 02. 1857 in Hamburg; † 01. 01. 1894 in Bonn), deutscher Physiker, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter seines Fachs im 19. Jahrhundert.

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Sein Vater Dr. Gustav Ferdinand Hertz war Rechtsanwalt, seine Mutter Anna Elisabeth Pfefferkorn war Tochter eines Militärarztes. Hertz begann 1876/77 mit einem Praktikum bei einem Baumeister - dieses beendete er allerdings nach 5 Monaten, um in Berlin seinen Militärdienst abzudienen. Sein 1877 in München begonnenes Ingenieursstudium beendete er nach nur einem Jahr, um in Berlin Physik zu studieren. 1880/81 schrieb Hertz seine Doktorarbeit über die Rotation von Metallkugeln im Magnetfeld.

Nach seiner Habilitation an der Universität in Kiel 1883 wurde Hertz an die TH Karlsruhe gerufen, wo er eine Entdeckungsserie über die elektromagnetischen Wellen sowie Versuche zum äußeren fotoelektrischen Effekt machte. 1886 heiratete er Elisabeth Doll. Drei Jahre später wurde er Professor für Physik in Bonn. 1891 machte Hertz seine letzten Versuche zur Durchdringungsfähigkeit von Kathodenstrahlen. Ab 1892 behinderten Krankheitssymptome seine Arbeit. Zahlreiche Operationen brachten nur kurzweilige Besserung.

Heinrich Hertz begann 1886 an der TH Karlsruhe mit der Forschung an elektromagnetischen Wellen, nachdem er zufällig eine interessante Beobachtung gemacht hatte: Er hatte entdeckt, dass bei einer Entladung eines Kondensators über eine Funkenstrecke einer spiralförmigen Spule auch an einer benachbarten Spule ein Funke erzeugt werden konnte. Das heißt, dass eine schwingende elektromagnetische Störung (Funkenentladung) elektromagnetische Wellen erzeugt, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Ebenso forschte er fortwährend an der Ausbreitungsgeschwindigkeit, der Brechung, der Reflexion sowie an der Polarisation von elektromagnetischen Wellen. Sein Hauptverdienst liegt in der praktischen Bestätigung der theoretischen Vorraussagen von James Clerk Maxwell über die elektromagnetischen Eigenschaften des Lichtes.

1894 erlag Hertz einer Blutvergiftung und starb mit 37 Jahren in Bonn.

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