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Heliozentrisches Weltsystem

Artikel #7478, »Heliozentrisches Weltsystem«, geschrieben von: A Bickel (Red.) (99 %) et al.

Heliozentrische Weltbilder im Mittelalter

Im 5. Jh. n. Chr. beschrieb der indische Astronom Aryabhata ein heliozentrisches Modell des Universums. Dionysios Areopagita lehrte im 5. Jh. einen metaphysischen Heliozentrismus, jedoch ohne dabei die Erde in Bewegung zu versetzen: die Licht und Erleuchtung spendende Sonne müsse im Mittelpunkt des Alls stehen, argumentierte er. Martianus Capella verband gleichzeitig die ägyptische Hypothese mit der hermetischen Literatur (Hermes Trismegistos) in einer allegorischen Zusammenfassung. Johannes Buridan warf im 14. Jh. die hypothetische Frage auf, ob nicht die Tagesdrehung der Sterne auf einfache Weise durch die Erddrehung erklärt werden könne. Auch Nikolaus Oresme meinte, man könne darüber diskutieren, ob nicht die Sonne im Zentrum des Alls stehe.

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Als Wegbereiter des neuzeitlichen Weltbildes gelten der Bischof Nikolaus von Kues und der Mathematiker Regiomontanus. Nikolaus von Kues argumentierte allerdings – anders als zwei Generationen später Kopernikus – metaphysisch: das Universum könne rational nicht wirklich erfasst werden und habe überhaupt keinen Mittelpunkt – somit weder die Erde noch die Sonne als Zentrum.

 

 

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