Häresie (griech. αἵρεσις, haíresis, »das Erwählte«), urspr. Wahl einer polit. oder relig. Überzeugung (wertneutral), später das Eintreten für eine religiöse Position, die zu einem kirchl. Dogma im Widerspruch steht; Synonyme sind Ketzerei und Irrlehre.
Im frühen Christentum wurden alle Sektierer als »Häretiker« bezeichnet; die heutige Definition der kathol. Kirche bezeichnet nur Fälle des beharrlichen Leugnens bzw. des beharrlichen Zweifelns an einer zu glaubenden Wahrheit, nachdem die Taufe empfangen wurde (d. h. durch ein Mitglied der Kirche), als H.




