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Grangie

Artikel #113, »Grangie«, geschrieben von: Ulrich Fuchs (Red.) (92 %) et al.

Grangie (lat. grangium, Vorratshaus), wirtschaftl. Außenbetrieb von Klöstern der Zisterzienser im Hochmittelalter. Zunächst einfache Getreidespeicher, wuchsen die G. zu umfriedeten bzw. befestigten Gutshöfen. Sie waren im wesentl. autark, wurden vom Kloster in Eigenwirtschaft betrieben und unter der Leitung eines Verwalters ("Grangiarius") von Konversen und Klosterhörigen bewirtschaftet.

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G. sicherten einerseits die Versorgung der Klöster mit Lebensmitteln, dienten andererseits auch zur Erzielung von Einkünften durch den Verkauf überschüssiger Güter auf dem freien Markt. Mit dem Aufkommen dörfl. Strukturen im 14. Jhdt. verloren die Grangien ihre Funktion und lösten sich auf. Nicht selten waren sie jedoch Keimzellen sich entwickelnder Ortschaften (vgl. bspw. den Namensbestandteil "Granges" in manchen Orten franz. Gegenden).

 

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