Friedrich II. (* 26. Dez. 1194 in Jesi bei Ancona; † 13. Dez. 1250 in Castel Fiorentino bei Lucera), römisch-deutscher König seit 1212, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches seit 1220 und der letzte Staufer in diesem Amt. Unter den Herrschern des Mittelalters gilt Friedrich allgemein als ein Wunderwesen, bereits von Zeitgenossen auch stupor mundi (lat.: das Erstaunen der Welt) genannt); er wurde von J. Burckhardt als der »erste moderne Mensch auf dem Thron« bezeichnet.
Friedrich, Sohn Heinrichs VI. und der Konstanze von Sizilien, übernahm 1208 die Regierung beider Sizilien. 1215 wurde er in Aachen zum deutschen König und 1220 in Rom zum Kaiser gekrönt. 1228 unternahm er den versprochenen Kreuzzug, wegen dessen Verzögerung er von Papst Gregor IX. gebannt worden war. Er erreichte die Abtretung der heiligen Stätten von den Sarazenen, machte sich 1229 zum König von Jerusalem und schloss – nach Italien zurückgekehrt – 1230 mit dem Papst Frieden.
1235 setzte er in Deutschland seinen Sohn Heinrich ab, besiegte 1237 die Lombarden bei Cortenuova und zog, als Gregor wegen der Ernennung Enzios, Friedrichs natürlichem Sohn, zum König von Sardinien 1239 erneut den Bann gegen ihn aussprach, bis vor Rom. Papst Innozenz IV. erneuerte den Bannfluch und sprach 1245 Friedrichs Absetzung aus, worauf Heinrich Raspe von Thüringen und nach ihm Wilhelm von Holland als Gegenkönige aufgestellt wurden.