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Schnittreaktion

Weitergeleitet von Einflusslinie

Artikel #7424, »Schnittreaktion«, geschrieben von: WP: Markus Schweiß (58 %) , Markus Schweiß (39 %) , Ulrich Fuchs (Red.) (2 %)

Abbildung: Schnittreaktionen02.png

Die beiden möglichen Schnittreaktionen auf eine Drehmomentenbelastung eines eingespannten Balkens

Schnittreaktion, das Wirken von Kräften und Momenten innerhalb eines eines statischen Modelles. Zur Bestimmung der Schnittreaktionen trennt man das Bauteil an der zu untersuchenden Stelle auf und untersucht die dort auftretenden Lagerreaktionen. Verschiebt man die gedachte Schnittstelle entlang des Bauteiles, so erhält man eine Funktion der Schnittreaktionen über den gesamten Verschiebeweg. Mit Hilfe der Infinitesimalrechnung lassen sich dann die Stellen der stärksten inneren Belastung eines Bauteiles durch eine feststehende äußere Last berechnen. Weil sie den inneren Zustand des Bauteiles unter der Belastung beschreiben, nennt man diese Funktionen auch Zustandlinien. Dieser Berechnung sind Normal- und Schubkräfte zugänglich. Unter Einzellasten sind Zustandslinien stets Geraden, bei Streckenlasten dagegen Parabeln. Diese Form der Schnittreaktionen geht auf den Mathematiker Leonhard Euler zurück, der sie erstmals in die Technische Mechanik einführte.

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Schnittreaktionen werden auch für den Fall benötigt, dass sich die Belastung des Bauteiles verändert. Dies ist vor allem im Brücken- und Kranbau notwendig, da diese Bauwerke durch bewegliche Lasten beansprucht werden. Die Bestimmung der Schnittreaktionen läuft genauso wie oben beschrieben ab, die entstehenden Funktionen heißen wegen des Einflusses der beweglichen Lasten auch Einflusslinien. Die Einflusslinien von statisch bestimmten Tragwerken sind stets Geraden, bei statisch unbestimmten Tragwerken ähneln sie dagegen Biegelinien.

 

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