Daimyō, Führungsschicht der Militäraristokratie (Bushi) während des Shogunats in Japan. Sie wirkten als regionale Militärherrscher innerhalb des neu entstandenen Feudalsystems (Baku-Han-System) - sie empfingen ein Lehen vom Shogun, dessen Person gegenüber sie sich zur Treue verpflichteten. In ihren Diensten stand die eigentliche Kriegerschicht (Samurai).
Bereits ab dem 9. Jh. (Mitte der Heian-Zeit) traten zivile Provinzgouverneure der kaiserl. Bürokratie in Erscheinung, die selbst Militär unterhielten. Im 10. Jh. bildeten sich hieraus Familienclans und durch andere Bande verknüpfte Geflechte, die die kaiserl. Bürokratie mehr und mehr in den Hintergrund drängten und zum eigentlichen Machtfaktor in den Provinzen wurden. Mit dem Aufstieg des Shogunats gegen Ende der Heian-Zeit im 12. Jh übernahmen die Daimō dann wesentlichen Anteil an der Macht. Ihre Stellung der Daimyō verfestigte sich in der Kamakura-Zeit (1185-1333), in der Muromachi-Zeit (1338-1573) schließlich brachten die sie die vollständige Kontrolle des Landes an sich. Mit der Meiji-Restauration ab 1868 verloren die Daimō ihre Privilegien, wurden in den neu geschaffenen Erbadel (Kazoku) eingegliedert und lösten sich so als eigene gesellschaftl. Klasse auf.




