Cloisonnismus (frz. cloison, Zwischenwand), die Anwendung einer Technik in der Malerei des Postimpressionismus die 1888 von Paul Gauguin und Emile Bernard in der Schule von Pont-Aven entwickelt wurde. Die Malweise ist von der Bleiglasfensterherstellung und besonders von einer Emaillierungstechnik den sog. Cloisonnéarbeiten abgeleitet, bei denen auf metallischem Trägermaterial durch Stege begrenzte Flächen (Zellen) in einem Schmelzvorgang mit Email ausgegossen werden. Analog dazu grenzten die Maler des Synthetismus ihre Farbflächen durch kräftige, dunkle Konturlinien voneinander ab. Dadurch wurde im Kunstwerk, neben der Fläche und Farbe, der Eigenwert der Linie betont.
Diese Einrahmungen von Farbflächen wurden später auch in der Neuen Künstlerverinigung München besonders von Alexej von Jawlensky und Gabriele Münter favorisiert.
