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Chopin, Frédéric

Artikel #480, »Chopin, Frédéric«, geschrieben von: B. Brockhorst (Red.) (98 %) et al.

Zitate

  • George Sand: »Sein Schaffen war spontan, staunenerregend. Er fand Gedanken, ohne sie zu suchen oder vorherzusehen. Am Klavier kam ihm plötzlich der Einfall, ganz sublim oder während eines Spaziergangs sang es in ihm und er hatte Eile, sich auf dem Klavier seinen Gedanken vorzuspielen. Dann aber begann die peinlichste Arbeit, ich ich jemals gesehen habe. Da war kein Ende von ungeduldigen, unentschlossenen Versuchen, gewisse Einzelheiten des Themas festzuhalten, so wie er sie innerlich gehört hatte. (...) Er schloss sich ganze Tage in seinem Zimmer ein, lief auf und ab, zerbrach die Federn, wiederholte, änderte einen Takt hundertmal, schrieb ihn und strich ihn ebenso oft wieder aus. Er arbeitete sechs Wochen an einer Seite, um sie schließlich so niederzuschreiben, wie er sie im ersten Wurf skizziert hatte.« (aus: ›Geschichte meines Lebens‹, 1865)
  • Franz Liszt: »Indem Chopin sich ausschließlich auf den Bereich des Klaviers beschränkte, betätigte er eine der wertvollsten Eigenschaften des Komponisten: Die richtige Erkenntnis der Form, in der er berufen ist, Hevorragendes zu leisten. (...) Wir müssen diese seltene Hingabe an das Schöne um seiner selbst willen an Chopin bewundern, die ihn der herkömmlichen Neigung, jedes Körnchen Melodie zwischen hundert Orchesterpulte zu verteilen, entsagen ließ und ihm gestattete, die Mittel seiner Kunst zu bereichern, indem erlehrte, dieselben auf den geringsten Raum zu konzentrieren.« (aus: ›Friedrich Chopin‹, 1852)
  • Friedrich Nietzsche: »Ich selbst bin immer noch Pole genug, um gegen Chopin den Rest der Musik hinzugeben.« (aus: ›Ecce homo‹, 1888)

 

 

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