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Astrologie

Artikel #1745, »Astrologie«, geschrieben von: Ulrich Fuchs (61 %) , Patrick-Emil Zörner (30 %) , Herbert Breunung (5 %) , Marcel René Kalt(Red.) (1 %) et al.

Astrologie (griech. astrología [αστρολογία], Sterndeutung), Versuch, eine Beziehung zw. der Position von Himmelsgestirnen unseres Sonnesystems und dem Charakter und Lebensumständen von Menschen herzustellen bzw. mit ihrer Hilfe zukünftige Ereignisse vorherzusagen (Mantik). Ursprünglich aus der Himmelsbeobachtung entstanden, entwickelte sich die A. mehrfach in unterschiedl. Gebieten der Erde, wobei die jeweiligen Ansätze sich stark unterscheiden. Die europ. A. wurde, beginnend im antiken Griechenland etwa 300 v. Chr. zu einer umfangreichen Lehre ausgebaut, die bis weit in die Neuzeit hinein auch an Universitäten vermittelt wurde.

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So ist die A. zwar eine der frühen sich herausbildenden Wissenschaften, doch gerade der zunehmende Anspruch besiegelte auch das Ende der A. als Wissenschaft. Die Astronomie, als Grundlage der A. lange eng mit dieser verbunden, verblieb im wissenschaftl. Kanon und mündete in die Astrophysik. Der Glaube an eine tiefere Bedeutung von Planetenkonstellationen dagegen wird in Europa spätestens seit dem 19. Jh nur mehr in der Esoterik aufrecht erhalten.

Anfänge der Astrologie sind in alten Kulturen Chinas, Babylons, Ägyptens, Mittelamerikas (z. B. Maya), etc. zu finden. In der Bibliothek Assurbanipals zeugen Keilschriften davon und es existiert ein Werk bestehend aus vier Büchern der Tetrabiblos des Astronomen Claudius Ptolemäus.

Literatur

  • Peuckert, W.-E.: Geschichte der Astrologie (1961)

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