Schriften
Die von ihm selbst veröffentlichten Schriften („exoterisch“ genannt) sind – bis auf Zitate späterer Autoren – verschollen. Die „esoterisch“ genannten Schriften waren für den internen Gebrauch des Lykeion gedacht, sie bestanden aus Materialsammlungen und Skripten (ob sie von Aristoteles selbst stammen, ist fraglich); sie wurden erst im 1. Jh. durch Andronikos von Rhodos zusammengestellt und einem breiteren Publikum bekannt. Sie lassen sich gliedern in: Logische Schriften (Organon), Metaphysik („erste“ Philosophie), naturphilosophische Schriften (Physik), Seelenlehre, die (Nikomachische) Ethik und die Ästhetik (Poetik und Rhetorik). Die Bezeichnungen dieser Schriftengruppen (Forschungsgebiete) sind nicht deckungsgleich mit dem heutigen Sprachgebrauch; so umfasst etwa sein Begriff von Ethik auch Staatslehre (Politika). Die im Organon („Werkzeug“) zusammengefassten analytischen Schriften galten Aristoteles als Vorschule zur (eigentlichen) Philosophie. Sämtliche Werke des Aristoteles wurden im Abendland zuerst herausgegeben von Aldo Manuzio (Venedig 1495-98).