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Alpen

Artikel #6885, »Alpen«, geschrieben von: Markus Schweiß (Red.) (97 %) et al.

Abbildung: Alpenlandschaft01.jpg

Typische Passquerung in den Alpen auf etwa 2300 m über Normalnull

Alpen, europäisches Hochgebirge, Teil des alpinen Gebirgsgürtels. Die Alpen bedecken große Teile von Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Daneben sind noch Frankreich, Italien, Deutschland und Slowenien an den Alpen beteiligt. Die Alpen verlaufen grob in west-östlicher Richtung über eine Länge von 1000 km, sie trennen den mitteleuropäischen vom südeuropäischen Siedlungsraum. Die Alpen stellen bis in die heutige Zeit ein erhebliches Verkehrshindernis dar, sie sind mitverantwortlich für die Herausbildung der unterschiedlichsten europäischen Kulturen.

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Höchster Berg in den Alpen und Europas ist der Mont Blanc mit 4809 m über NN im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich. Insgesamt 128 Alpengipfel mit einer Höhe von mehr 4000 m (Viertausender genannt) befinden sich in diesen beiden Ländern sowie der Schweiz.

Gliederung

In geografischer Hinsicht unterscheidet man Westalpen und Ostalpen, deren Grenze in Nord-Südrichtung ungefähr durch den Sankt Gotthard verläuft. Die Westalpen sind schroffer als Ostalpen, dort befinden sich fast sämtliche Viertausender der Alpen Das Gebirge ist in den Westalpen sehr schmal; oftmals kann mit der Überquerung eines einzigen Gebirgspasses (bspw. Sankt Gotthard, Splügenpass, Septimerpass), das Verkehrshindernis der Alpen überschritten werden.

Die Ostalpen sind weniger hoch und besitzen mit dem Piz Bernina im Engadin nur einen Viertausender. Das Gebirge ist breiter und in Ost-West-Richtung stärker zertalt, so dass mehrere niedrige Pässe auf dem Weg von Norden nach Süden zu überwinden sind.

Bedeutung für Europa

Bedingt durch ihre Höhe, ihr spezielles Klima und durch ihre zentrale Lage in Europa stellen die Alpen einen besonderen Naturraum dar. In die Alpen haben sich viele Tiere und Pflanzen zurückgezogen, die während der Eiszeit in ganz Europa verbreitet waren.

Durch seine teilweise erhebliche Höhe erhält der Alpenraum große Mengen an Niederschlag, der beispielsweise in der Schweiz teilweise 4000 mm im Jahr betragen kann. Da diese Niederschläge im Winterhalbjahr im wesentlich als Schnee in den Alpen anstehen, vergleichmässigen die Alpen die Wasserabgabe an die Umgebung, in dem die Gletscher der Alpen die Winterniederschläge im Frühjahr und Sommer als Schmelzwasser abgeben. Einige der großen Ströme Europas haben ihre Quellen in den Alpen. Die von diesen Flüssen aus den Alpen transportierte Wassermengen können den gesamten Flusslauf bis zu seiner Mündung ins Meer dominieren.

Die Alpen besitzen trotz ihres vorherschenden Charakters als Verkehrshindernis eine wirtschaftliche Bedeutung, da sie für viele Menschen in ganz Europa ein touristisches Ziel darstellen. Zu unterscheiden ist in den Alpen der Wintertourismus, der die Berge für den Wintersport nutzt und ein Sommertourismus, welcher die Alpen allgemein als Erholungsort ansieht. Beide Formen stellen eine erhebliche ökologische Herausforderung für den Naturraum Alpen dar.

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