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Alija

Artikel #12631, »Alija«, geschrieben von: Josef Kandl(Red.) (100 %)

Alija (hebr. Aufstieg nach Zion, Pl. Alijot), bedeutete ursprünglich das Aufsteigen der Gläubigen zum Tempel in Jerusalem im Sinne einer Wallfahrt. Seit dem Babylonischen Exil (586-539 v. Chr.) sehnte sich das jüdische Volk nach Rückkehr in ihr Land Judäa. Nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer 70 n. Chr. und nach dem Bar-Kochba-Aufstand (132-135 n. Chr.) zerstreuten sich die Juden in alle Welt und lebten in der Diaspora.

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West- und Osteuropa, waren ihre Hauptsiedlungsgebiete geworden. Antisemitische Unterdrückung und Verfolgung in Europa und Russland haben viele Juden (Aschkenasim) veranlasst, ihre Heimatländer/Gastländer mit dem Ende des 19. Jh. beginnend zu verlassen und auszuwandern. Auch diese Einwanderungswellen, Wanderungszüge in die durch Theodor Herzl und den Zionismus vorbereitete neue/alte Heimstatt Palästina und seit 1948 Israel, nannte man Alijot.

1. Alija 1882-1903: 30-40000 Einwanderer vornehmlich aus Russland;
2. Alija 1904-1914: 35-40000 Russen und Polen;
3. Alija 1919-1923: ca. 35000 aus Russland bzw. Sowjetunion und Polen;
4. Alija 1924-1931: ca. 80000 aus Sowjetunion und Polen;
5. Alija 1932-1938: ca. 200000 aus Polen und Deutschland.

Während der Nationalsozialistischen Diktatur haben sich viele Juden aufgemacht und sind nach Palästina ausgewandert. Im Holocaust, der Schoa, wurden mehr als 6 Millionen Juden ermordet.

1939-1945: ca. 80000 Einwanderer aus Polen, Deutschland; Rumänien, Ungarn, Tschechoslowakei.
1946-1948: ca. 50000 aus Polen und Rumänien.

Zwischen 1880 und 1924 wanderten über 2 Millionen Juden aus Europa und Russland bzw. der Sowjetunion in die USA aus.

Literatur

  • Informationen zur politischen Bildung (Hg.): Israel, Heft Nr. 278, 1. Quartal 2003

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